Bücher
Unser Bücherschrank:
Wir haben Bücher, die Dir helfen können, Deine Trauer und das damit verbundene Trauma zu bearbeiten.
Gerne kannst du Dir diese als Mitglied unserer Gruppe ausleihen.
In unserer TelegramGruppe-Bücher Kategorie (zu der du Zugang bekommst wenn du auf unsere Treffen gekommen bist, sowie weiterhin Teil von uns sein möchtest), kannst du sehen ob die Bücher gerade verfügbar oder ausgeliehen sind.

Bessel van der Kolk: Das Trauma in Dir
Dr. Gabor Maté: ´ Vom Mythos des Normalen
Andreas & Wolfram Schulze: Wenn ein Kind gestorben ist Oder Die Farben der Trauer
Megan Devine: Est ist okay, wenn du traurig bist
Nicole LePera: Heile Dich Selbst
Nicole LePera: Erkenne Dich Selbst
Isa Grüber: Resilienz, Dein Körper zeigt dir den Weg
Peter A. Levine: Vom Trauma befreien
Barbara Pachl-Eberhart: vier minus drei
James van Praagh: Im Himmel zu Hause
Maja Balzer: Mat's Reise in den Himmel
Stella Reichmann: Kinder trauern bunter - Das Workbook
Elisabeth Kübler-Ross: Warum wir hier sind
Elisabeth Kübler-Ross: Über den Tod und das Leben danach
Anette Meier-Braun & Christiane Schlüter: Die gewandelte Trauer
Mechthild Ritter: Wenn ein Kind stirbt
Roland Kachler: Meine Trauer wird dich finden
Neale Donald: Zuhause in Gott
Chris Paul: Ich lebe mit meiner Trauer
Marian Grau: Bruderherz, ich hätte dir so gern die Welt gezeigt
Sarah Kuttner: Kurt
Nina Herzberg: Talking to Heaven
Lorna Byrne: Engel in meinem Haar
Claudia's Blog
Die Trauer und ich (Oktober 2014)
Ich habe einen neuen Wegbegleiter.
Ungefragt und ungewollt hat er sich zu mir gesellt und einen neuen Abschnitt meines Lebens eingeläutet:
mein Leben danach.
Mein Leben nach dem 15. August, nach der Tragödie, nach dem Unaussprechlichen, dem Unbegreiflichen, nach dem Tod meiner Tochter.
Mein Leben mit der Trauer.
Manchmal hält sie sich dezent im Hintergrund während der Tag an mir vorüber zieht.
Dann wiederum springt sie mir ins Gesicht, sobald ich ein Geschäft betrete, in dem wir gerne zusammen einkaufen waren. Eins, in dem gerade die Halloween Deko steht, auf die wir uns begeistert gestürzt hätten.
In meinem Leben davor hätte ich mich gefreut - über die bunten Farben, die Metallkunst, die Möglichkeiten, die uns diese Deko suggeriert hätte. Doch jetzt verblassen Farben und Träume hinter der hässlichen Fratze der Trauer, die mir die Sicht vernebelt.
Manchmal vergeht der Tag, ohne dass sich die Trauer bemerkbar macht.
Still und unaufdringlich begleitet sie mich durch den Tag. Sie läuft ein paar Schritte hinter mir, damit ich sie nicht sehen muss. Oft setzt sie sich abends dann zu mir aufs Sofa, während die Zeit aufhört zu sein.
Manchmal lässt sie sich von mir verstecken.
Eingehüllt in leeren Zeitvertreib steht sie in der Ecke. Das ist dann unser Spiel: ich verdecke sie, verhülle sie bis nichts mehr herauslugt. Sie steht still da und lässt es geschehen. Und ich weiß, dass sie lächelt. Unter den bunten Bildern, mit denen ich sie umwickelt habe lächelt sie. Denn sie hat Zeit. Dass weiß sie und dass weiß ich. Sie lächelt. Denn sie ist nicht weg, nicht weniger präsent. Der Raum, den sie einnimmt, ist nicht kleiner. Sie lässt sich verstecken aber nicht wegzaubern. Das weiß sie und das weiß ich. Und deshalb lächelt sie.
Manchmal tanzt sie mit mir, die Trauer.
Es ist kein schöner Tanz. Er ist wild und schüttelt mich und kehrt mein Innerstes nach außen. Hand in Hand wirbeln und stampfen wir die Trauer und ich. Wir tanzen bis sie Welt um uns herum verschwindet. Wir tanzen zusammen und sie lässt mich nicht los, ich kann sie würgen und versuchen mich zu entziehen, doch die Trauer hat mich fest im Griff. Tanze, tanze mit mir!, schreit sie. Solange, bis ich mich ergebe und in ihren Armen erschlaffe. Dann bettet sie mich sanft nieder und küsst mich auf die Stirn. Ruhe dich jetzt aus, raunt sie mir zu. Wir müssen noch oft tanzen, du und ich.
Manchmal läuft sie neben mir, die Trauer.
Dann breitet sie ihren Mantel der Unwirklichkeit über meine Schultern und mein Abbild verblasst. Meine Hülle gleitet durch das Hier und Jetzt, doch wir verweilen in der Leere der Unendlichkeit. Wir werden gesehen, doch wir sind nicht da. Das Leben geschieht um uns herum, doch unter dem Mantel der Unwirklichkeit wirkt die Welt gedämpft und unbedeutend und ich verstehe, dass es mehr als eine Wirklichkeit gibt und dass meine nun eine andere ist.
Manchmal legt sie einfach nur ihre Hand auf meine Schulter.
Fast schon tröstlich. Ich bin da, sagt sie mir, ich verlasse dich nicht, denn ich bin jetzt ein Teil von dir. Du und ich -bis ans Ende der Zeit.